Aktuelles
November 2015 - "Justin" Biber in Niederöblarn
Nach dem bereits im Jahre 2013 erstmals wieder ein Bibernachweis im Bezirk Liezen erfolgte (Totfund eines Exemplares in Hieflau; siehe zB http://steiermark.orf.at/news/stories/2588407/) wurden vor wenigen Wochen erneut Hinweise für ein Vorkommen gefunden. Demnach wurden von Manfred Baumgartner im Oktober 2015 die ersten - in Bibermanier - gefällten Bäume im Aubereich der Enns bei Niederöblarn gefunden, die sogleich von Felix Daum, Stefan Wolf und Manfred Marko (alle Mitarbeiter der Ennsbauleitung) bestätigt wurden. Daraufhin wurde umgehend versucht, Aufnahmen von dem Tier zu machen, was im Laufe der ersten Novembertage gelang.
Weitere aktuelle Informationen zum Vorkommen des Bibers in der Steiermark finden sie auf http://www.oekoteam.at/gavik-menu-de/236-biber-steiermark-situation.html, wo u.a. ein weiterführender Link zu einer Publikation von Mag. Brigitte Komposch MSc gelistet ist bzw. steht ihnen für Rückfragen jederzeit der Bezirksnaturschutzbeauftragte (Christian Mairhuber) zur Verfügung.


Oktober 2015 - Life+Projekt Niederöblarn Abschlussfest
Vier Jahre liegt die Auftaktveranstaltung des LIFE+ Projektes „Flusslandschaftsentwicklung
Enns" mit dem Spatenstich an der Salzamündung zurück. Seit dem wurden alle acht geplanten
Maßnahmen umgesetzt und das Projekt neigt sich dem Ende zu.
Am 17.10.2015 luden die Gemeinden Mitterberg-Sankt Martin und Öblarn, gemeinsam mit dem
Ministerium für ein lebenswertes Österreich und dem Land Steiermark zum Abschlussfest
des LIFE+ Projektes ein, das in der Maßnahme „Alte Salza" stattfindet.
Die Maßnahme „Alte Salza" gehört zur Maßnahmengruppe Öblarn und befindet sich im Bereich der alten Salzamündung ca. auf Höhe des Flugplatzes der Sportunion Niederöblarn. Die Renaturierungsarbeiten erfolgten an beiden Ufern der Enns und somit linksufrig im Gemeindegebiet Mitterberg-Sankt Martin und rechtsufrig in der Gemeinde Öblarn. Die Bauarbeiten wurden unter Leitung der Baubezirksleitung Liezen von November 2014 bis April 2015 umgesetzt.
Über eine Länge von rund 200 m wurde die Enns an beiden Uferseiten aufgeweitet und naturnah strukturiert. Durch die Entfernung der Steinsicherungen und die Absenkung der Ufer sind die alten und neuen Auwaldflächen des Maßnahmenbereiches wieder verstärkt der Hochwasserdynamik der Enns unterworfen und es kann sich wieder eine standorttypische Fluss- und Aulandschaft entwickeln. Ein an die Enns angebundener Rückstaubereich bietet Jungfischen und Fischarten, die eine starke Strömung meiden, Lebensraum und Schutz bei Hochwasser. Für Amphibien wurden zahlreiche mit Totholz strukturierte Tümpel angelegt.
An diesem Tag dienten die Außenbereiche der Maßnahmenflächen dem Aufest zum Abschluss des LIFE+ Projektes „Flusslandschaftsentwicklung Enns" mit geführten Kurzwanderungen zu den LIFE+ Maßnahmen, Jetbootfahrten auf der Enns, einer Personenfähre über die Enns,
Mikroskopieren mit Mikrotheater für Kinder, Kinderbastelprogramm „Basteln in und mit der Natur" und vieles, vieles mehr...
Für die Verpflegung sorgten die Freiwillige Feuerwehr Niederöblarn, der Gasthof Mayer aus St. Martin am Grimming und die Ortsbäuerinnen aus Mitterberg. Musik gab es von der Gruppe Grimmablech!
Im Rahmen des Aufestes gabes ein großes Gewinnspiel mit Preisverleihung von Motorflügen rund um den Grimming und den Dachstein und vielen weiteren tollen Preisen.
Weitere Informationen: www.life-enns.at
Juni 2015 - Woche der Artenvielfalt
Natur erleben, beobachten und verstehen
Der Naturschutzbund Ennstal-Ausseerland veranstaltete erstmals die Woche der Artenvielfalt. Viele Exkursionen, naturkundliche Wanderungen und Schüler-Veranstaltungen fanden statt.
Mai 2015 - Naturwiesenprämierung Trautenfels
2015 wurde in der Obersteiermark die im Eigentum von Alfred Gutternigg stehende Iriswiese in Trautenfels ausgezeichnet.
Durch die Ennsregulierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die Meliorationen Mitte des 20. Jahrhunderts wurde eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung des Ennstalbodens ermöglicht.
Die Iriswiese ist ein Relikt der früher weit verbreiteten Streuwiesennutzung und bietet mit ihrer Umrahmung aus Auwaldresten und einer teilweise verlandeten ehemaligen Ennsschlinge einen hochwertigen, naturnahen Biotopkomplex. Durch den Düngeverzicht und die einmalige, späte Nutzung können hier Arten wie die Sibirische Schwertlilie, die Stern-Narzisse, der Lungenenzian und seltene Orchideen gedeihen.
September 2014 - Information Landschaftselemente im Bezirk Liezen
Nachfolgend besteht die Möglichkeit zum Download der Präsentation vom 9.9.2014, sowie von Fotos zur ausschließlichen Verwendung der lokalen Presse (Bezirk Liezen) für das gegenständliche Thema (bei Veröffentlichung von Fotos ist folgender Fotoautor anzuführen: Ch. Mairhuber/Amt der Stmk. Landesregierung):
März 2014 - Amphibienleitanlage Reithtal

Im Frühjahr erfolgen Massenwanderungen von Amphibien zu Laichplätzen (im Abschnitt Reithtal zwischen 800 und 4000). Aufgrund dessen wurden im Zuge der Sanierung der Gesäuse-Bundesstraße 16 Amphibientunnel errichtet, in denen den Kröten, Fröschen, Molchen und Salamander die gefahrlose Querung der Straße ermöglicht werden soll.
Interessant dabei ist auch die Dauer, welche die Tiere zur „Durchwanderung" der Tunnelanlage benötigen: Diese schwankt lt. den Daten der installierten Wildkamera zwischen 3 und 30 Minuten, was bei einem DTV von 5600 (entspricht ~3,9 Kfz pro Minute) ein potenzielles Verkehrsaufkommen von etwa 12 bis 117 Fahrzeugen während einer einmaligen Querung dieser Straße für zB eine Erdkröte bedeuten würde!
Nebst den Vorgaben der entsprechenden RVS und der Verantwortung als Straßenerhalter sind vor allem unter Berücksichtigung der Tatsachen, dass
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bereits bei einer Fahrtgeschwindigkeit größer 30 km/h die indirekten Auswirkungen (Druck- und Sogwirkung) vom vorüberfahrenden Fahrzeug ausreichen, um die Tiere letal zu beeinträchtigen, sowie da
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nun auch die nicht mehr zeitlich kompakt - während der gesamten restlichen Vegetationsperiode - ständig rückwandernden Tiere (erwachsene Amphibien und „neue" Jungtiere) ungehindert die Strasse passieren können und da
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zahlreiche weitere Tiergruppen diese Anlage als Korridor nutzen können, sowie
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unter Beachtung des Faktums, dass hier bisher unzählige, freiwillige Arbeitsstunden zum Amphibienschutz geleistet wurden,
Wirksamkeit und Effizienz dieser permanenten Amphibienleiteinrichtung unbestritten und manifest (... ganz abgesehen von den Erlebnissen mit unglaublich begeisterten Kindern bei Amphibienexkursionen)!
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die Planung und Umsetzung dieser Anlage und v.a. bei der Berg- und Naturwacht Ortseinsatzstelle Liezen, sowie unserem Straßenerhaltungsdienst für die jahrelange Durchführung der bisherigen, temporären Amphibienschutzmaßnahme!
Juli 2013 – Sachprogramm (SAPRO) Windenergie
Ziel dieses Entwicklungsprogramms ist „die Festlegung von überörtlichen Vorgaben zum raumverträglichen Ausbau der Windenergie in der Steiermark. Dadurch soll ein erhöhter Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern in der Steiermark ermöglicht werden. Die Festlegung von Gebieten für Windkraftanlagen hat insbesondere unter Berücksichtigung der Ziele und Grundsätze des Natur- und Landschaftsschutzes, der Raumordnung und der Erhaltung unversehrter naturnaher Gebiete und Landschaften im Sinne der Alpenkonvention zu erfolgen."
Im Bezirk Liezen werden gemäß der Entwurfsauflage als einzig geeignete Bereiche Teile des Bergrückens zwischen Admont und Rottenmann östlich des Dürrenschöberl ausgewiesen.
Demnach sind Flächen im Bereich Spießkogel, Hubereck, Aberlkogel und Klosterkogel als „Eignungszone" gemäß § 3 Z. 4 der ggst. Verordnung angeführt.
Das Landesgesetzblatt mit der Verordnung bzw. die Entwurfsauflage des Sachprogrammes samt Erläuterungen, Anlagen und eingelangten Stellungnahmen finden Sie auf
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Lgbl/LGBL_ST_20130719_70/LGBL_ST_20130719_70.pdf
bzw.
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/11827255/74835225/
bzw.
http://www.raumplanung.steiermark.at/cms/beitrag/11825666/2863310/
Juni 2013 - Überraschender Biberfund im Ennstal
Im obersteirischen Hieflau wurde direkt neben der Bundesstraße ein toter Biber gefunden - und das obwohl die Tiere in der Steiermark eigentlich gar nicht angesiedelt sind. Experten erklären sich den Fund mit der aktuellen Hochwasserlage.
Juni 2013 - Exkursion Kindergarten Gröbming
Am 11. Juni 2013 durfte der Bezirksnaturschutzbeauftragte an einem Ausflug des Kindergartens Gröbming teilnehmen. Dabei konnten zahlreiche spannende Pflanzen und Tiere in Wiese, Bach und Wald von den Kindern entdeckt werden. Als Dankeschön wurde dem BNB eine wunderschöne Sammlung von Zeichnungen der Kinder überreicht.
Vielen Dank für die netten Werke, die an dieser Stelle im Internet veröffentlicht werden (Mausklick auf die Eule von Bastian)!
Mai 2013 - Seminar Schutzgebietsbetreuung (Naturpark Akademie Steiermark)
Vortrag zum Seminar Schutzgebietsüberwachung im Bezirk Liezen
März 2013 - Amphibienschutz Gamperlacke
Der Bereich um die Gamperlacke wurde im Jahr 2006 als Europaschutzgebiet Nr. 21 (Natura 2000 Gebiet) verordnet.
Dank eines aufmerksamen Anrainers, der jährlich die Wanderungen der Amphibien und die damit einhergehenden, hohen Verluste beobachtete, wurde die Situation gemeldet und von der Gebietsbetreuung (ZT Dr. Kofler) unter Augenschein genommen.
In Zusammenarbeit mit der Berg- und Naturwacht (Bezirk Liezen: Ortseinsatzstelle Lassing), des Straßenerhaltungsdienstes Liezen, dem Bezirksnaturschutzbeauftragten und der zuständigen Natura-2000-Gebietsbetreuung konnte der von der Abteilung 16 des Landes Steiermark zur Verfügung gestellte Amphibienzaun am 26. März, trotz widrigem Wetter, aufgestellt werden.