BBO - Trägerworkshop 2018 - Obersteiermark West

Die Bildungs- und Berufsorientierungskoordination des Regionalmanagements Obersteiermark West lud am 08. Mai 2018 TrägerInnen von Angeboten in der Berufsorientierung sowie LehrerInnen und SchulleiterInnen zu einem Vernetzungstreffen ein und informierte über Trends am Arbeitsmarkt und der AusBildung bis 18!
Der Vortragssaal im AiZ war gut gefüllt, als Gabriele Tommasi und Julia Schlacher vom Regionalmanagement Obersteiermark West den TrägerInnen, LehrerInnen und SchulleiterInnen die Frage stellten, wie zukunftsfit die Bildungs- und Berufsorientierung ist. Bei diesem Vernetzungstreffen mit Schulen, Angebotsträgern wie AMS oder dem Psychosoziale Netzwerk, erläuterte die BBO-Koordinatorin Gabriele Tommasi die Angebotslandschaft der westlichen Obersteiermark. Die BBO gewinnt immer mehr an Bedeutung, dass zeigt auch die rege Teilnahme von Handelsakademie, HTL, HLW, Neuer Mittelschule bis hin zur Erwachsenenbildung und speziellen Anbietern von BBO-Maßnahmen. Die BBO-Koordination verfolgt in ihrer Funktion das Ziel, genau diese Einrichtungen zusammenzubringen, zu vernetzen und wichtiges Fachwissen zur Verfügung zu stellen.
Untermauert wurde dieses Fachwissen mit zwei hochkarätigen Vorträgen: Frau Elke Lambauer von der „Koordinationsstelle AusBildung bis 18" ging auf die gesetzliche Ausbildungspflicht ein und erklärte: „Sanktioniert wird nicht mit der Streichung der Kinderbeihilfe. Vielmehr sollen Eltern und Jugendliche unterstützt und für die Wichtigkeit der Ausbildung sensibilisiert werden", so Lambauer. Erst nach dem Durchlaufen eines Stufenplans, droht unkooperativen Eltern eine Geldstrafe.
Welche Herausforderungen auf Bildungsinstitutionen und BBO-Angebotsträger zukommen, erklärte Marcos de Brito e Cunha vom AMS Steiermark. „Wir können einen deutlichen Wandel der Arbeitsmarktstruktur erkennen. Die Industrie 4.0 und der demographische Wandel führen zu Veränderungen am Arbeitsmarkt. Aufgrund der Automatisierung werden Arbeitsplätzen im Dienstleistungs- [IM3] und Servicebereich reduziert werden, ganze Branchen werden wegfallen. Diese Veränderungen haben Auswirkungen auf unser Bildungssystem", sagte de Brito e Cunha.
Nach den Vorträgen wurde noch in Gruppen über unterschiedliche Fragen diskutiert und die Ideen für die weitere Vorgehensweise gesammelt.