Lernraum Schulweg

Am 16. Mai 2018 fand auf Initiative von Willi Grain, Direktorin Brigitte Ganster und Vizebürgermeisterin Rosemarie Puchleitner in der Volkschule Gossendorf ein Vortrag zum Thema "Lernraum Schulweg" von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Egger von der Karl-Franzen-Universtiät statt.
Der Arbeitsbereich "Empirische Lernweltforschung" setzt sich mit Themen wie Urbanisierung, Bildungsarbeit in Regionen und Lehrkulturen auseinander.
Auf den ersten Blick ist er Zusammenhang mit dem Schulweg von Kindern nicht gleich ersichtlich, jedoch trägt der zu Fuß zurückgelegte Weg in die Schule nicht nur zur gesunden Bewegung des Kindes bei. Der Schulweg ist vor allem ein Begegnungsraum, in dem Kinder lernen, sich die Welt anzueignen. Soziale Kompetenzen wie die Rücksicht auf andere sowie das Verhalten im Verkehr werden dabei geübt. Zudem wird der Bezug zur Region gestärkt. Kinder, die nur Gäste im Auto sind, nehmen ihre Umwelt anders wahr, als wenn sie sie direkt erleben können. Natürlich gehen mit dem selbstständigen Weg zur Schule auch Herausforderungen einher wie pünktliches Ankommen in der Schule oder Schrammen aufgrund von Stolpern usw. - trotzdem sollten Eltern ihren Kindern es ermöglichen, vielfältige Erfahrungen am Schulweg zu sammeln. Auch die teilnehmenden Mütter und Väter berichteten über ihre eigenen freudigen Erlebnisse auf dem Schulweg. In einigen Regionen Österreichs gibt es daher schon diverse Projekte: In drei Gemeinden in Südtirol besteht in der Früh ein Parkverbot innerhalb von 500 Metern rund um Schulen oder es werden Sammelstellen für Kinder organsiert, die mit dem Bus in die Schule kommen. Wesentlich dabei ist, dass der Schulweg auch in den Unterricht einbezogen wird. Die Volksschule Gossendorf wird gemeinsam mit den Eltern einen Versuch einer Sammelstelle starten.
Nähere Informationen zu diesem Forschungsthema finden Sie im Projektbericht "Lernwelt Schulweg" von Rudolf Egger und Sandra Hummel.